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Hubbard: "Find or MANUFACTURE evidence" (=Finde oder fabriziere Beweise)

Wie Scientology mit selbstgebastelten (manufactured) gefälschten "Dokumenten" arbeitet.

1. Angebliche Nazi-Drohung I;
 
Quelle: The Rise of hatred & violence in Germany, published as a public service by Freedom Magazine , ca. 1995, S. 181


2. Angebliche Nazi-Drohung II

Quelle:The Rise of hatred & violence in Germany, published as a public service by Freedom Magazine , ca. 1995, S. 80



3. Angebliche Drohung einer Bürgerinitiative


Dazu schrieb ich damals, 1996, an den polizeilichen Staatsschutz:

Abschrift
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PFARRER THOMAS GANDOW
Provinzialpfarramt für Sekten-und Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg
Heimat 27 D-14165 Berlin-Zehlendorf Tel: 030/81570 40
28.Apr. 1996

An den polizeilichen Staatsschutz
Fax 699 37 497

Betrifft: Plakat "Warnung. Sondermülldeponie Scientology"
Nachtrag zu meinem Brief an den polizeilichen Staatsschutz 20.00:


Sehr geehrte Damen und Herren,
bei einer Tour durch die Stadt fanden wir das o.a. Plakat bisher sonst
nicht. Jedoch in unmittelbarer Nähe meines Büros, das zugleich die
Postanschrift der "Eltern-und Betroffeneninitiative gegen
psychische Abhängigkeit-für Geistige Freiheit Berlin e.V." ist (ich
bin der Vorsitzende dieses Vereins), fanden sich bei einem
Rundgang gleich mehrere Plakate. die sich für eine Vorführungstour
eignen würden:

1. Papierkorb Haltestelle Teltower Damm/Schönower Park zur Str. Ri. Teltow (siehe Brief)
2. Telefonzelle Bushaltestelle Teltower Damm/Leo-Baeckstr. (zur LB-Str.)
3. Wartehalle Teltower Damm/Laehrstr. zur Str. Ri. Teltow
4. Papiercontainer Teltower Damm vor Bisalskischule zur Str. Ri. Zehlendorf
5. Müllcontainertür Grundstück Laehrstr. 17 (wenn man aus der Heimat kommt, die dort einen Knick macht, gut sichtbar)
6.Telefonkasten in der Heimat Ecke Laehrstr. (zum Bürgersteig hin)
7. Gelber Müllcontainer Heimat 93 c (in einer Sackgasse)

Es ergibt sich daraus die Vermutung, daß gegen die Elterninitiative bzw. gegen mich persönlich der Verdacht, zu Straftaten aufzufordern, gelenkt werden soll.
Hinzu kommt: Laut Mitteilung von Frau Dyckhoff wurde am Sonnatg nachmittag von einem Kamerateam des Senders Vox vor dem seit nach ihren Erkundigungen seit 4-6 Wochen verlassenen Scientology-Dianetik-­Laden in der Berliner Str. gedreht. Die Schaufensterscheibe sei seit geraumer Zeit eingeschlagen. Möglicherweise soll zwischen dieser schon länger zurückliegenden Tat und den in der Nacht zum Sonnabend geklebten Plakaten ein Zusammenhang hergestellt werden. Wir haben die Plakate entfernt und dabei tw. sichergestellt.

Unterschrift
Thomas Gandow, Pfr.

Kopien: LKA I Hamburger Innenbehörde; Frau Caberta ; Frau Dyckhoff

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Am selben Tag ergänzte ich an den polizeilichen Staatsschutz:
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Abschrift
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PFARRER THOMAS GANDOW
Provinzialpfarramt für Sekten-und Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg
Heimat 27 D-141 65 Berlin-Zehlendorf
28.Apr.1996 TagebuchNr.


Betrifft: Plakat "Warnung. Sondermülldeponie Scientology"

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Nachgang zu meinem Telefax von heute, 7.30 Uhr mache ich folgen­
de Mitteilungen:

1.Zum Plakat-Fund:
Das beigefügte Plakat wurde in der Nacht vom 26.
zum 27. April 1996 am Papierkorb Bus-Wartehäuschen Schönower Park
(Teltower Damml gegen 01.00 Uhr gefunden. Es war noch etwas feucht
und konnte daher noch abgelöst werden.


2. Einordnung:
Das Plakat steht im Zusammenhang mit der Kampagne
der Scientology-Organisation gegen die Bundesregierung und die Bundes-­
republik Deutschland. Es werden nazistische Übergriffe gegen Scientolo-­
gy-Einrichtungen behauptet und generell eine Verfolgung religiöser
Minderheiten vergleichbar der Verfolgung durch die Nationalsozialisten:

(u.a. Zeitungsannoncen USA; Haß-und Propaganda-Broschüre 1994/95,
The Rise of hatred & Violence in Germany-Broschüre 1996, 2.Zt. laufen­
de Scientology-Hauswurfsendung an alle Haushaltungen "Was ist mit
diesen Menschen verkehrt")

3. Zum Inhalt:
* Der Vorwurf des sexuellen Mißbrauchs und der perversen Folter eben-­
so wie der Tod von Hubbard bei einer "Sexfete" sind bisher m.W. nur
von der Organisation selbst als Beispiele verleumderischer Gegenerpropa-
ganda aufgebracht worden und m.W. noch nie von Kritikern erhoben
worden.

* Die Idee der "heimlich eingeschleusten Psychiater" ist eine fixe Idee
aus der Scientology-Organisation.

* Die Adressangabe für die Berliner Organisation von Scientology ist mit anderer Schrift gesetzt.
Das läßt auf eine bundesweite Vorlage schließen, der örtliche Angaben zugefügt werden. (Möglicherweise aber auch beabsichtigter Eindruck.)

4. Zum angeblichen Urheber:
Eine "Bürgerinitiative gegen Sekten" ist m.W. in Deutschland bisher nicht aufgetreten.
Ein "Copyright"-Vermerk auf einem solchen Plakat entspricht scientologi­schem Brauch.

5. Bewertung:
Das Blatt könnte im Zusammenhang mit langjährigen scientologischen Bemühungen stehen, Kritiker als Nazis abzustempeln.
Es ist zwar zunächst zu hoffen und zu erwarten. daß es auf Grund dieses Blattes
nicht zu gewaltätlgen Aktionen "aufgestachelter Bürger" gegen Scientology-Läden
in Friedenau und Wilmersdorf kommt.
Jedoch könnten die Urheber des Blattes versuchen. selbst für die Umsetzung zu
sorgen.
Dies besonders dann, wenn meine Vermutung zutrifft, daß die Urheber "Nazi-Zustände in Deutschland" demonstrieren wollen.

Ich habe deshalb den Polizeilichen Staatsschutz nicht nur darum gebeten, die Urhe­ber des Plakates ausfindig zu machen. sondern auch die ernsprechenden Einrich­tungen zu beobachten. um Straftaten und Provokationen zu verhindern. Natürlich stellt sich die Frage. ob eine sichtbare polizeiliche Präsenz vor den Scientology­läden nicht von der Organisation als "Beweis für reale Bedrohung" ausgeschlach­tet werden könnte, jedoch erscheint mir die Verhinderung von Straftaten vordring­lich.

6. Persönliche Betroffenheit:
Laut Mitteilung von Frau Dyckhoff, ASM, Telefon 030/686 80 49 wurde am Sonntag nachmittag von einem Kamereteam des Sen­ders vox [Es war kein offizielles Vox-Team; sie hatten nur einen Vox-Überzieher auf dem Mikrofon!-TG] vor dem seit nach ihren Erkundigungen 4-6 Wochen verlassenen Scien­tology-Oianetik·laden in der Berliner 51r. gedreht. Die Schaufensterscheibe sei dort bereits seit geraumer Zeit eingeschlagen gewesen, teilten Anwohner mit.
Möglicherweise soll zwischen dieser schon länger zurückliegenden Tat und den in der Nacht zum Sonnabend geklebten Plakaten ein Zusammenhang hergestellt wer­den.

Die Plakate finden sich sonst nach unseren bisherigen Informationen in der ganzen Stadt nicht, sondern nur hier bei uns. Sie sind so angeordnet gewesen, daß sie sich für eine Vorführungstour eignen würden:

1. Papierkorb Haltestelle Teltower Damm/Schönower Park zur Str. Ri. Teltow (siehe Brief)
2. Telefonzelle Bushaltestelle Teltower Damm/Leo-Baeckstr. (zur LB-Str.)
3. Wartehalle Teltower Damm/Laehrstr. zur Str. Ri. Teltow
4. Papiercontainer Teltower Damm vor Bisalskischule zur Str. Ri. Zehlendorf
5. Müllcontainertür Grundstück Laehrstr. 17 (wenn man aus der Heimat kommt, die dort einen Knick macht, gut sichtbar)
6.Telefonkasten in der Heimat Ecke Laehrstr. (zum Bürgersteig hin)
7. Gelber Müllcontainer Heimat 93 c (in einer Sackgasse)

Es ergibt sich imGanzen die Vermutung. daß gegen die Elterninitlative bzw. gegen mich persönlich der Verdacht, zu Straftaten aufzufordern, gelenkt werden soll.
.
* Zur Abwendung möglicher Gewalttaten und .
* zur Aufldärung der Hintergründe habe ich heute um 7.30 h, von einer Reise zurückgekehrt, umgehend den Polizeilichen Staatsschutz informiert.
Bisher hat es aber noch keinerlei Reaktionen gegeben.
Ich stehe Ihnen gern für weitere Auskünfte zur Verfügung. Bitte nehmen Sie -falls telefonisch am Sonnatg nicht zu erreichen ~ per fax mit mir Kontakt auf. Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift
Thomas Gandow, Pfr.